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Sportgaststätte "Zum Kegelkönig" (Inhaber Detlef Wolff)




Kegelanlage des ESV Lok Elsterwerda (Bild von 2008 nach Bahneröffnung)



Stadtchronik - Elsterwerda

Elsterwerda liegt im Magdeburg-Breslauer Urstromtal an der Einmündung der Pulsnitz in die Schwarze Elster. Die ersten steinzeitlichen Funde stammen aus der Zeit 1200 - 110 vor unserer Zeit.

Wie bei den meisten Gemeinden des Heimatgebietes ist aus der Entstehungs- und Gründerzeit des Ortes keine zuverlässige Nachricht übermittelt. Auch über die Verleihung des Stadtrechts ist nicht viel bekannt, es taucht in diesem Zusammenhang die Jahreszahl 1364 auf. Gewiss ist nur, dass der Ort und die Kirche bereits 1211 vorhanden waren, denn die älteste Urkunde vom 14. März 1211 hat an vierter Stelle Rudolfus, der Priester zu Elsterwerda war, unterschrieben. Die wesentlichen ältesten Nachrichten stammen aus der Schrift „Erneuertes Elsterwerdisches Stadtbuch“ von 1711 und der handschriftlichen „Chronik des Diaconus Hammer“ von 1727.

Bis zum Jahre 1815 gehörte die Stadt zum Königreich Sachsen, wurde ab 1815 preußisch und gehört heute zum Land Brandenburg.
Drei Tore und eine Pforte schlossen das Städtlein des Nachts von allem Verkehr ab, obwohl es nie eine Stadtmauer gegeben hat. Die Schwarze Elster floss in zahlreichen Armen und Fließen um die Stadt herum und gab, wenn die Tore geschlossen wurden, sicheren Schutz.
Jenseits der Schwarzen Elster erhebt sich auf einem flachen Hügel das Schloss, erbaut auf den Resten der Burg von Elsterwerda, welche erstmals 1288 erwähnt wurde. Sie gab unserer Stadt den Namen. Er bedeutet soviel wie „Burg an der Elsterinsel“.

1708 kauft Oberhofmarschall von Löwendal Elsterwerda und lässt das Schloss bauen. 1727 kaufte August der Starke das Schloss und schenkte es seiner Schwiegertochter. Zu seiner heutigen Gestalt wurde es im Jahre 1736 um zwei Flügel und das Rokokotürmchen mit der Schlaguhr, nach einem Entwurf von Pöppelmann, erweitert.
Ein Reiseschriftsteller aus dem Anfang des 19.Jh. schrieb über den Ort

Dieses Städtlein führt im Wappen drei silberne Lilien nebst einer Elster. Seinen Namen hat es wahrscheinlich von dem vorbeifließenden Elsterstrom erhalten. Es hat auch dieses Städtchen außer einer schönen Kirche, ein Pfarrhaus, eine Diakoniewohnung, zwei Schulhäuser, neun Brauhäuser, einen zum Kammergut gehörenden Gasthof „Zum Rautenkranz“, einen Gasthof „Zum weißen Roß“ und sodann noch 121 mehrenteil brauberechtigte Bürgerhäuser.

Im Jahre 1874 wurde die Stadt ein wichtiger Bahnknotenpunkt, als die Strecken Kohlfurt – Falkenberg, ein Jahr später Dresden – Berlin und Riesa – Elsterwerda gebaut wurden.
1888 führte Maurermeister Friedrich Jage die Bauten am Bahnhofsgebäude Elsterwerda aus. Im selben Jahr hielt auf der Fahrt von Berlin nach Dresden der Sonderzug des Kaisers Wilhelm II.
Der Bedarf im Güterverkehr wuchs, die Strecke Berlin – Dresden wurde deshalb 1907/09 zweigleisig ausgebaut.
In den Jahren 1979/82 elektrifizierte man diese Strecke.
Der Bahnhof hat auch Katastrophen erlebt. So kam es nach Kriegsende, im Juli 1945 zu einem Eisenbahnunglück. Zwei Züge stießen zusammen. Es gab 15 Tote. Am 20. November 1997 explodierten im Bahnhofsbereich Kesselwagen, zwei Feuerwehrleute starben.

Die Menschen hatten in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder mit Bränden zu kämpfen, wozu örtlich angeordnete Pflichtfeuerwehren notwendig waren. Elsterwerda gründete 1881 seine Freiwillige Feuerwehr und das erste Spritzenhaus konnte 1888 gebaut werden. Die Geräte waren nach vielen Um- und Erweiterungsbauten im Gerätehaus ( früher Spritzenhaus) in der Burgstraße untergebracht. Ein dringend notwendiger Neubau war erforderlich, er entstand in der Nähe des Wohngebietes West. Die Feuerwehren Elsterwerda, Elsterwerda- Biehla und Kraupa sind für alle Fälle gut ausgerüstet und leistungsstark.

1900 erhielten alle Haushalte in Elsterwerda elektrischen Strom. Die Masten der ersten 110-kV-Leitung Europas standen 1912 am Floßkanal. Auch aus heutiger Sicht ist der Bau dieser Leitung trotz einfacher Trassierung eine Pionierleistung gewesen. Die Trasse führte von Lauchhammer über den Elsterdamm nach Elsterwerda und weiter über Gröditz nach Riesa.

Auch der Sport kommt in der Elsterwerdaer Geschichte nicht zu kurz. Nach dem Ende der Holzflößerei nutzten die Elsterwerdaer ab 1864 das Holzhofgelände zur Erholung und Freizeitgestaltung. 1908 gründete man den Sportverein SVE Elster 08. So ist es kein Wunder, dass Sportler aus Elsterwerda 1928 an der 1.Arbeiterolympiade in Wien teilnahmen. Auch für die Motorsportbegeisterten gab es in diesem Jahr das erste „ELFA“ Motorrad. 1936 wurde das Olympische Feuer über Elsterwerda weiter nach Berlin zu den Olympischen Spielen getragen.
Im Jahre 1950 wurde die BSG Lokomotive Elsterwerda gegründet.

 

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